Wenigstens am Männertag!

männertag


Sehr verehrte Damen Männer und Herren!

heute ist Euer unser Tag, der einzige Tag im Jahr, der vorm Durchgendern safe ist*. An einem Tag wie diesem können wir einfach Mann sein, ohne uns weibische Fragen gefallen lassen zu müssen – z.B. die, was Mannsein überhaupt sei**. Die Gesellschaft erwartet an 364 Tagen im Jahr von uns, dass wir in jeder Rolle brillieren, die sie uns aufzwingt: der Macher und charismatische Boss im Job, der Dauerhengst im Bett***, der sensible Partner (der der Frau den Frauenabend nachsieht), die Vaterfigur,  die das Yang aus den Kindern hervorprügeltkitzelt u.u.u.

Was bleibt uns Männern heute bei diesen multiplen Erwartungen – gemacht, um uns zu erdrücken? Wir verdienen zwanzig Prozent mehr als gleichqualifizierte Frauen, doch wird der Wert des Geldes immer mehr moralisch entwertet. Das ideologisch belastete Geld liegt uns zunehmend schwer auf Konto und Seele. Gleichzeitig steigen ideelle Werte im Kurs, aber bei denen sind uns Frauen meilenweit enteilt: Achtsamkeit; du bist, was du denkst; optimiere den Genuss im Hier und Jetzt. Frauen haben längst alle Allgemeinplätze besetzt! Und damit wir nicht gegen das Matriarchat aufbegehren sollen, gibt es jetzt eigene Magazine für uns wie „Beef„, die vorgeben, sich unseren Bedürfnissen zu widmen. Wenn dann trotz noch so viel artgerechtem tierischen  Eiweiß unser Astralkörper nicht immer funktioniert, wie es das frauendominierte System vorsieht, kriegen wir zum Schaden noch den Spott dazu („Männerschnupfen“)!

Müßig zu ergänzen, dass die (sic!) internationale Verschwörung gegen den Segen des einzigen Auswegs, des Alkohols, eine weibliche ist (aus Neid auf unsere leistungsfähigere Leber). Aber heute am Männertag ist Alkohol unbegrenzt erlaubt, ja verpflichtend! Alkohol ist ein doppelter Segen: 1. befreit er uns von den Hemmungen und der Selbstverleugnung, mit der uns die weibische Gesellschaft die archaische Identität rauben will. 2. nimmt er uns die Verantwortung für alles, was wir unter seiner Wirkung tun. Einfach gesagt, falls Du schon Deiner Trinkkomapflicht nachgekommen bist: Tu einfach alles, wonach Dir ist. „Es gibt nichts Gutes, außer Mann tut es!“ (Erich Kästner, Mann)

Liebe Leser! Wenn Alkohol wirklich die Lebenserwartung um zwanzig Jahre verringert, so erspart er uns hintenraus viele anstrengende Dialoge mit unserer „besseren Hälfte“ über Fragen von Leben und Tod. Denkt heute dran, Männer: Um diese Last von uns zu nehmen, ist Jesus einst schon mit ca. 35 in den Himmel gefahren!

Es grüßt Euch mit einem solidarischem Prost und #metoo:
Der Columnier

 

* Hoffentlich kommen die Frauen nicht auf die Idee, den Muttertag zum „Frauentag“ umzudeklarieren!
** Antwort: auf so einen Quatsch nicht zu antworten
*** minimal geforderte Zensur: voll befriedigend

 

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