Welche Chancen der Weltuntergang bietet

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Mensch, Menschheit!

Tragödien machen uns seit jeher auch Freude. Denken wir nur ans Theater und die diebische Schadenfreude, die uns tragische Helden wie Faust oder der Räuber Hotzenplotz bereiten. Doch auch im real life gilt: Jeder Katastrophe liegt ein Zauber inne. So zaubert der „Berliner Kreis“ der CDU  die ökologische Multikrise des Planeten mit dem Argument weg, dass Mutter Erde uns mit ihrem Befinden „moralisch erpresse“.  Oder denken wir ungefähr hundert Generationen weiter, wenn die dann übrigen Menschen analysieren werden, was Trump für ein komischer Vogel gewesen sein mag. Und ob es uns damals, also heute, wohl Spaß bereitet habe, durch seine Wahl das sapiens in „homo sapiens“ einfach mal testweise wegzulassen – um auszuprobieren, ob es unser Klima wirklich ernst meint mit seiner Erpressung. Ob wir wirklich so einen unübersichtlichen Artenzoo benötigen u.u.u.

Jetzt werden Sie sich mich fragen, welche Chancen so ein Weltinferno nun konkret bietet – außer Naheliegendem wie Bars mit Bioeis-Cocktails in der (Ant-)arktis. Ich verrate es Ihnen, weil Sie eh alles weglesen, was ich schreibe: Stephen Hawking hat vorgeschlagen, dass wir uns einen anderen Planeten suchen sollen; schließlich wissen wir ja bereits, wie man einen bewohnbaren Himmelskörper kaputtmacht. Die Weltraumreisen, die das erfordert beschert, mögen Psychologen bald als sekundären Katastrophengewinn bezeichnen. Viel wichtiger sind aber die Vorzüge der allzu kurzsichtig als „Zerstörung“ diskreditierten Gesundschrumpfung von Fauna, Flora, Bodenschätzen und wuchernden Vintage-Naturparks. Es ist so wie das Ausmisten Ihres Hausstands, praktisch denkende Leser: Am Anfang tut es weh, Dinge, Accessoires, Haustiere abzugeben. Aber sobald Ihr Besitz auf das Nötige eingedampft ist, kennen Sie sich viel besser mit Ihrem Gelumpe Ihren Habseligkeiten aus, können jedes einzelne Requisit besser genießen. Global verpflichtet uns das Eigentum unseres überkomplexen Planeten unnötigerweise. Die bevorstehende Entrümpelung wird uns jedoch in dem Maß entlasten, wie wir diesen Besitz loswerden! Gleiches gilt sogar moralisch, wenn es uns gelingt, uns von der Last moralischen Ballasts zu trennen.

Kognitive Ökonomie, die Kunst des Weglassens von Gedanken, liebe Leser, hat uns diesen Weg aufgezeigt. Denken Sie mal drüber nach bzw. tun Sie dies nicht!

Verzichten Sie im Sinne der Ökonomie auf jede Lektüre, aber lesen Sie weiter bei:
Ihrem Columnier

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