Schwedische Gemischtwaren

columnier2


Liebe Teilnehmer am Weltgeschehen!

Die Sachthemen vermischen sich an diesen Tagen so bunt wie die Sachen im Amazon-Lagerzentrum nach einem Bombenanschlag. Damit baut die Weltlage immensen Druck auf uns Kolumnisten auf, die wir Sie in der Folge gleichzeitig mit Meinungen über Chulz, Schweden,  Sicherheitskonferenz, Trump und Yücel versorgen müssen.

Andererseits verfügen nur wir Meinungsjournalisten über die Befähigung, alles mit allem zu vergleichen. Jeder von uns Multiplikatoren (ich bin eher Potentator) funktioniert nämlich schon alleine so gut geschmiert wie Trumps komplette Regierungsmaschine. Da geht es uns selbst runter wie Öl, wenn wir Sätze schreiben wie: Alles ist eins! Besser jedoch ist das umgekehrte „eins ist alles“ (farce pro toto), vermöge dessen ich mich tatsächlich auf ein Thema beschränken kann. Dann vergessen Sie nämlich schnell, dass es eigentlich auch um alles gehen sollte. Die Verdichtung auf eine Sache kommt gleichermaßen Ihrer Auffassungsgabe, beste Leser, und meinem Freizeitplan entgegen.

Gut, Sie haben mich überredet, ich schreibe über Schweden.  Ich kenne mich da zufällig aus, weil ich letztes Jahr die Freizügigkeit des Stock-und-Holm-Fests zur Mittsommernacht investigativ recherchiert habe (Artikel verschollen). Jetzt werde ich Ihnen freilich keine klischeetriefenden Schweden-Kalauer an den Latz werfen, wie es alternativ aufgezüchtete Schwedenkinder mit Köttbullar, Apfelmus und Schulwänden tun. Stattdessen werde ich Ihnen das trockene Käsebrot der Sachlichkeit aufstreichen.

Der Qualitätssender Fox News hatte völlig zurecht über die Terroraktivitäten dekadenten Lebensumstände von Flüchtlingen in Schweden berichtet. In Schweden, muss man wissen, besitzt jede einzelne Straße einen Fluchtpunkt. Ein Refugee verdient als Waldarbeiter im Ikeawald so viel wie in Deutschland ein Landschaftsarchitekt. Wer auf dem Seeweg geflüchtet ist, verdingt sich als Meerrettich-Fischer oder füllt für einen Stundenlohn von 50 Euro Gammelfisch in Dosen, um die Existenz der Kuriosität Surströmming zu beweisen. Wer ein Handwerk gelernt hat (z.B. betteln), flickt schwedische Gardinen, und Zuckerschleckerbäcker stellen den Gesundheitskuchen Kärleksmums her. In der Freizeit schließlich trainiert der Refugee als flexibler Beischlafbuddy „Koko“ social skills und die monogame Ehe.

In Schweden könnte jedenfalls der problemaffine Journalist Deniz Yücel friedliche Themen recherchieren. Eine Sicherheitskonferenz dort wäre sicher jedem schulz, und das Thema Trump könnte mit pädagogischen Alternativeltern aus Schweden posthoc noch verhindert werden.

Es grüßt Sie mit nordisch kühler Abschiedsformel:
Ihr Columnier

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