Welcome, Mr. President!

 

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(Blauäugigkeit kann sich der Columnier nur im wörtlichen Sinne leisten.)


Liebe Untertanen!

Ein Bundespräsident hat es nicht leicht, und  gleichzeitig hat er es schwer. Denn er darf heute nichts Schweres auf die leichte Schulter nehmen, um morgen noch die Lasten tragen zu können, die das Weltgeschehen ihm, unserem Themenlasten-EselGaul, aufsattelt. Anders als die Realpolitiker mit Macht kann der Bundespräsident nämlich nicht auf Sachzwänge setzen, sondern muss seine Arbeit mit Inhalten beschweren, wobei ihn ein viel zu kleines Amt mit nur 180 Mitarbeitern unterstützt. Da ist freilich nicht mal ein Orthopäde dabei!

Doch Frank-Walter Steinmyer ist ein bewährter Sachenschlepper, er hat als Außenminister acht Jahre lang Akten um die Welt getragen und zurück. Als professioneller Flieger kennt er alle Flughäfen und Business-Hotels wie die Flusen in seiner Westentasche. Überall haben seine Lippen bereits die Erde Betonböden der Rollfelder geküsst. Allein kraft dieser Lippen und der damit erzeugten Worte hat Frank Steinbrück im offenen Meer Brücken gebaut, über die die Diktatoren und demokratisch gewählten Halunken dieser Welt gehen mussten – bis sie nasse Füße bekamen und den vom Außenamtschef ausgeheckten Friedensvertrag (Papierstapel) unterschrieben haben. Die Kriege, die Walter Steinbauer verhindert hat, lassen sich gar nicht aufzählen!

Ich bin für Franz-Josef Steininger, weil er reden kann, bis das Protokoll Applaus oder die Büffeteröffnung vorsieht. Anders als bei seinem Vorgänger, dem Sozialisten Joachim Gauß, steht dabei nicht zu befürchten, dass er sich für die die Armen und Schwachen oder irgendwen einsetzen wird, der uns in unserer Wohlstandsgemütlichkeit stören will. Damit können wir Kolumnisten getrost jeden Floh, den uns Frank Kieselmeier ins Ohr setzen wird, an Sie, intelligente Leser, weiterreichen. Texte zu Kinderstube, Allgemeinplätzen, Bündnistreue und Präventivkrieg haben wir Journalisten eh in der Schublade wie Madame Trump Geschmeide.

Apropos Werte: Frank W. Steinhubers Silberlocke hat den Schwung von der des seligen Helmut Schmidt, er kann Hände schütteln wie die Südtiroler ihr Brot; sein Händedruck ist warm wie weiches Wachs, und seine Worte schallen wie der Rauch der Luft zum Atmen in den Großstädten des bösen Chinas. Lassen Sie allein den Schall dieser Worte auf sich wirken. [Denkpause]

Nun kippen Sie, liebe Präsidentenbürger, gemeinsam mit mir Vorschusslorbeeren über Joachim Steinhöfel aus. Was übrigbleibt, kann er als Gewürz für German Sauerkraut und Gastgeschenk in die Länder dieser Welt (neben Spielzeugpanzern) mitnehmen. Wenn Sie wie ich vorab einsehen, dass Steinleitner alles gut machen wird, droht Ihnen an dieser Stelle keine überraschende Lektüre – und mir droht sowieso keine Arbeit.

Präsidentschaftliche Grüße,
Ihr Columnier

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