Mauer der Einheit in Dresden

mauer
Der Jubel in Dresden, dieses Jahr den Jubeltag der Einheit ausrichten zu dürfen, hält sich in den Grenzen von 1989, für deren Richtigkeit Dresden das schillerndste Beispiel liefert. Doch wie feiert man im Multikonflikt zwischen staatsbefohlener Glückseligkeit, Fremdenhass, linkem Protest, Terrorangst und der Apathie der schweigenden Mehrheit? Dresden hat sich zum ersten Mal seit dem Spätbarock etwas einfallen lassen: eine Mauer um die Innenstadt. So eine  Mauer versöhnt, was nicht zusammengehört: das Sicherheitsbedürfnis der Paranoiden, den Betonfetisch der Nazis, den Blockadematerial-Bedarf der Antideutschen und die Gleichgültigkeit der Teilnahmslosen. Die Lücken zwischen den Mauersteinen schließlich  symbolisieren den Einheitsjublern die Grenzöffnung von 1989. Kindern indes wird durch die Legooptik vermittelt, dass dies alles nur ein Spiel ist.

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